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zur achten Lehreinheit

Letzte Woche hatte Herr Binder zur nächsten Einheit des Profiseminars nach Friedrichshafen eingeladen.

Einen Tag bestritt Imkermeister Roland Meier, ein anstrengendes Seminar, weil Roland Meier so viele neue Gedanken eingebracht hat – ein vielfarbiger Bienenkosmos öffnete sich vor unseren Augen und Ohren. Man konnte entweder zuhören oder die Gedanken aufschreiben, mehr Papier habe ich selten beschrieben. Er war als junger Imker ein dreiviertel Jahr bei Bruder Adam, hatte dort mitgearbeitet und wahrscheinlich eine gute Hand für die Weiterentwicklung der Buckfastbiene.

Christoph Koch war zum zweiten Mal zu Gast und hat uns mit einem ausführlichen Vortrag über Wald- und Tannentracht sowie seinen betriebswirtschaftlichen Berechnungen gefüttert.

Die nächsten zwei Tage sprach Johann van den Bongard, er brachte noch einmal, diesmal vertieft, seinen Vortrag über Bestäubungsimkerei und seine betriebswirtschaftlichen Berechnungen. Herr van den Bongard war nun schon zum zweiten Mal bei uns, und inzwischen beherrscht eine angenehme Vertrautheit und Offenheit das Seminar. Auf großes Interesse stieß sein Vortrag über Honig, der für uns anschaulich den Erzeugungsweg beim Berufsimker darstellte. Dem Prozess zwischen der Honigschleuderung und dem perfekt abgefüllten Endprodukt wohnen zahlreiche Tücken inne, die zu umschiffen wir nun gelernt haben.


Beim Betrachten der Betriebswirtschaftszahlen machte sich Ernüchterung breit. Alle haben gesehen: allein mit Honigimkerei ist es schwer zu überleben, eine erwerbsorientierte Imkerei muss auf mehreren Füßen stehen.

 

Am Sonnabend und Sonntag hat uns Gerhardt Moll weiter mit der unerbittlichen Wahrheit der Gestehungskosten von Königinnenzellen, begatteten Königinnen und Jungvölkern konfrontiert. Ein sehr wichtige und sehr heilsame Unterrichtseinheit, die aufgezeigt hat, daß die üblichen Preise für Bienen und Bienenprodukte viel zu tief sind, Völker und Ableger zumeist unter ihrem Gestehungspreis verkauft werden. Sicher wird kein Kursteilnehmer mehr ein ausgewintertes Volk unter 180 Euro verkaufen.

Gerhard Moll hat in seiner Tätigkeit im Prüfungsausschuss für Imkermeister von Baden-Württemberg die Möglichkeit,betriebswirtschaftliche Zahlen vieler Imkereien zusammenzutragen rechnete uns verschiedene Erzeugungswege vor. So hatten viele von uns wahrscheinlich das erste Mal die Vorlage für eigene betriebswirtschaftliche Berechnungen bekommen, eigentlich ist´s gar nicht so schwer, seine eigene Kosten und Einnahmesituation zu analysieren,  zumal es Quellen mit Richtwerten für die Imkerei gibt.

 

Ich bin überzeugt, daß viele der Teilnehmer mit neuem Schwung nach dieser Lehrgangseinheit nach Hause gefahren sind,

 

Zur siebenten Lehreinheit.

Reisenotizen der Imkerstudienreise Norditalien - Südfrankreich vom 25.10. – 1.11.2015

 

Die Studienreise 2015 begann in Donaueschingen.

In Kleinbussen fuhren 28 Teilnehmer durch die Schweiz und den Gotthard-Tunnel nach Como, Italien, wo zu später Stunde beim Bier die ersten Bekanntschaften gemacht wurden.

Am nächsten Tag ging es zu Giacomo Acerbi, einem großen Honigerzeugungs- und Verarbeitungsbetrieb. Inmitten von Wiesen und Akazienwäldern befinden sich seine Wirtschaftsräume auf einem gepflegten Landsitz. Zuerst führte er uns durch seinen Honigbetrieb und erklärte in gut verständlichem Englisch seine Betriebsweise.

In der Saison beschäftigt er 12 Personen, wobei 4 Personen ausschließlich im Vermehrungsbetrieb tätig sind.

Seit meinem Besuch vor zwei Jahren waren Betriebseinrichtungen wie Schleuder- und Wandertechnik bedeutend ausgebaut und verbessert worden.

Unweit vom Wirtschaftsbetrieb befindet sich in einem separaten Holzhaus der Vermehrungsbetrieb. Giacomo produziert pro Jahr ca. 20 Tausend begattete Königin und ca. 60 Tausend Weiselzellen für den europäischen Markt. Er verwendet Zuchtmütter von namhaften Züchtern aus dem deutschsprachigen Raum. Deshalb bezeichnete er sich nur als Vermehrer, nicht als Züchter. Diese Bescheidenheit und Offenheit kam auch in sämtlichen seiner Ausführungen zum Ausdruck. Ein junger Mann, dem man nur gutes Gelingen wünschen kann!

Viel zu spät brachen wir auf, uns seine Völker auf einem Bienenstand anzusehen. Eine Standbegehung im Mondschein hatte wohl noch keiner gemacht, um so erstaunter waren wir über die Friedfertigkeit der Völker im Taschenlampenschein und deren Wabensitz. Kaum eine Biene flog bei der Begutachtung der fast 100 Völker auf. Viele fragten sich, wie ihre Völker bei solcher Störung reagiert hätten.

Zu fortgeschrittener Stunde gab es ein üppiges Abendessen.

Am Dienstag morgen wurde der Präsident des lokalen Berufsimkerverbandes Francesco Panella besucht. Er ist ein streitbarer Ankläger der derzeitigen europäischen Agrarpolitik und setzt sich vehement für die Fortsetzung des Verbotes der Neonicotinide ein. Er berichtete vom Auf und Ab der Honigernten während der 40 Jahre seiner Imkertätigkeit und führte es auf den zunehmenden Einsatz von Pestiziden im Wein- und Getreideanbau zurück. Er forderte uns auf, diese Bemühungen europaweit finanziell zu unterstützen, um der weltweit agierenden Agrarlobby etwas entgegensetzen zu können. Ein eindringlicher Appell!

Der nächste Termin führte uns zu einem französischen Bestäubungsimker in der Nähe von Avignon. Er arbeitet mit seinen 400 Völkern und 250 Ablegern auf den Beginn der Bestäubung im Februar in Gewächshäusern hin. Damit werden zwischen Februar und April ca. 150 € pro Volk verdient. Der Honigertrag aus Akazie und Lavendel ist Nebensache.

In allen besuchten Imkereien wird zur Varroabekämpfung im Prinzip eine Sommer- und eine Winterbehandlung angewendet. Im Sommer wird mit verschiedensten Eingriffen ein Brutstopp von ca. 21 Tagen eingelegt und die brutfreien Völker anschließend behandelt. Wahlweise wurde die Königin gekäfigt, die Brutwaben entnommen und für die Ablegerbildung verwendet bzw. auch die entnommenen Brutwaben eingefroren und nach der Behandlung wieder ins Volk zurückgegeben. Während der Winterbehandlung wird eine Brutpause von 6 Wochen angestrebt, dafür wird die Königin auch schon mal so lange gekäfigt.

Am nächsten Morgen wurde mit Imkermeister Binder ein Spaziergang zum Stadtzentrum von Orange gemacht und das monumentale römische Theater besichtigt.

Am späten Nachmittag erwartete uns in Castres der Königinzüchter Damien Merit, ein 25 Jahre junger Mann, der nach abgeschlossenem Biologiestudium die Imkerei seines Vaters fortführt. Gemeinsam bewirtschaften sie 300 Völker. Er ist dabei, seine Drohnenvölker in einem Radius von 10 km aufzustellen, um den Druck seiner Drohnen zu erhöhen. Er stellte uns seine Betriebsweise zur Königinvermehrung vor und brachte interessante neue Aspekte aus der Sicht des Biologen mit. Beispielsweise setzt er mit einem speziellen Käfig die unbegatteten Weiseln dem Begattungskästchen erst nach strenger Auslese zu. So selektiert er ca. 30 % der geschlüpften Königin vor der Begattung.

Für uns alle verblüffend führte er die Anpassung des Brutraumes mit einem bzw. im Winter mit zwei, mit Isolierfolie zusätzlich bespannten Schieden durch. Über und unter den Brutkörper legt er gleichfalls solche Folien. Über ein kleines Loch in der Folie kann er im ausgehenden Winter auch noch füttern. Auf diese Art ist es ihm möglich, sehr kleine Ableger zu überwintern und früh Honigräume aufzusetzen. Nach diesen Ausführungen haben sich viele unter uns über diese Verbesserung der Winterverpackung ausgetauscht und Musterstücken der Folie mitgenommen.

Am Donnerstag erwartete uns eine Imkerei, die es jetzt schon in dritter Generation gibt. Eric Bedouet bewirtschaftet mit seiner Frau und seinem Sohn einen Betrieb mit 1000 Völkern, er zieht 500 – 800 Königin und führt 200 Ableger sowie 400 Mini Plus. Ausgesprochen pfiffig und detailversessen hat er seinen Betrieb organisiert, sein Sohn reinigte gerade Böden, die er zuvor über einem Feuer in einem Blechfass erwärmt hatte. Eric zeigte uns seinen Schleuderraum mit deutscher Schleuderstrasse, Spinomelt und einer Drehbühne zum kontinuierlichen Anliefern der Honigraumzargen. Hier fanden wir die zuvor beschriebenen Isolierfolien-Schiede im Zustand langjähriger Anwendung, er setzt sie zur Entwicklungsförderung zurückgebliebener Völker ein. Im zweiten abgeschlossenen Raum trocknet er in einem selbstgebauten Schrank Pollen, im Raum steht ein Ofen, so dass er darin auch die Honigfeuchten Zargen nach dem letzten Schleudern trockenen kann.

Ein separater Container beherbergt die Umlarvstation, interessant war die Verwendung von wetterfesten Abstammungsschildchen, welche von der Zuchtlatte beginnend bis zum Wirtschaftsvolk geführt werden. Auf der Vorderseite der Zargen befestigt erkennt man auf den ersten Blick die Herkunft der Königin. Als Anbrüter verwendet er weiselrichtige Kaukasier-Völker, die Königin ist seitlich hinter einem Absperrgitter im separaten Abteil. Die Völker kaukasischer Herkunft sammeln extrem viel Propolis.

Auf seinem Geländewagen hat Eric eine interessante Aufnahme für den ausbrennenden Smoker montiert.

Am Nachmittag wurden wir von Frederique Ripet in der Firma Pollenergie erwartet. Die hübsche Französin führte uns durch die Verkaufsseinrichtungen des Frischpollen produzierenden Betriebes und zeigte uns die Lager-, Produktions- und Weiterverarbeitungseinrichtungen. Der Frischpollen wird ab den Erzeugerbetrieben in Rumänien  und Italien in einer Kühlkette bis zum Käufer gehalten, ein enormer logistischer Aufwand, der sich im Preis des Pollens wiederfindet. Neben dem Pollen produziert die Firma  Pollenergie auch verschiedenste Nahrungsergänzungsmittel auf der Basis von Gelee Royal und Propolis.

Am Abend waren wir begleitet von Frederique noch in Agen fürstlich speisen.

Freitag ging es zum Imkereifachhandel Ickowicz nach Bollénge. Uns wurden die Produktionsräume dieses Betriebsteiles gezeigt sowie ein Easy Loader vorgeführt, hier hatte jeder die Gelegenheit, diese Kraneinrichtung auszuprobieren und an einen Mitarbeiter technische Fragen zu richten. Für Imker mit mittleren bis großen Völkerzahlen sollte ein Kran auf dem LKW unbedingt zur Ausrüstung zählen.

Die Teilnehmer der Studienreise hatten anschließend die Gelegenheit, in den Ausstellungsräumen die Produkte von Ickowicz auszuprobieren und zu kaufen.

Am Abend fand im Hotel eine Seminarveranstaltung unter Leitung des Reiseleiters statt. Themen waren Besonderheiten einer Bestäubungsimkerei, der Einsatz von Thermofolien um das Brutnest, die Wirkung des sog. Pressing und die Wirkung des Drohnenrahmens.

Am vorletzten Tag ging es durch die Alpen zurück nach Montă in der Region Cuneo zum Berufsimker Claudio Cauda. Einige kannten Cauda noch vom Besuch vor zwei Jahren, inzwischen war die Völkerzahl auf 2000 erhöht worden, im Schleuderraum stand wiederum deutsche Technik und in den Hallen drei LKW mit Kran. Cauda, eine gelernter Buchhalter, der offensichtlich weiß, wie man einen Betrieb entwickelt, mit dem man Geld verdienen kann, führte uns durch alle Betriebsräume, erklärte uns seine Betriebsweise, wies besonders auch auf die Grenzen seines derzeitigen Betriebes hin und beantwortete alle Fragen der Teilnehmer. Interessant war die vielfach erkennbaren anthroposophischen Überlegungen in seinen Ausführungen, der Mann fühlt mit den Bienen.

Zum Abend kehrten wir in einer Herberge ein, die bekannt ist für ihre regionale Küche, Cauda begleitete uns und sorgte für die notwendigen Erklärungen.

Am nächsten Morgen trafen wir uns um ein museales imkerliches Kleinod aufzusuchen, ein gemauertes Bienenhaus von ca. 1850. Hinter ein Haus wurde seinerzeit eine zweite Wand gemauert, in der Fluglöcher, Aussparungen für Rähmchen und Klappen wie bei Hinterbehandlungsbeuten eingebaut wurden. So gut wie die Idee auch war, die Überwinterung in diesem Gemäuer war immer ein Problem.

Nach der Besichtigung ging es zurück nach Donaueschingen, unterbrochen durch eine stundenlange Zwangspause vor dem Gotthardtunnel.

Es war eine äußerst interessante Studienreise, die durch die langen weiten Fahrten in den Kleinbussen etwas anstrengend war. Es war das erste Mal, dass Imkereien in Frankreich aufgesucht wurden, schlussendlich gibt es dort für uns auch dort noch viel zu lernen.

Die sechste Lehreinheit!

Die sechste Lehreinheit fand im Oktober in Stuttgart Hohenheim statt. Als Referenten hatten Dr. Ritter vom Veterinäruntersuchungsamt in Freiburg sowie Prof. Dr. Kaatz von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zugesagt. Dazwischen war noch ein Besuch bei der Fa. Cum Natura von Stefan Kumm in Bühl vorgesehen.

Zunächst wurden aktuelle Themen in offener Diskussion unter Schulleiter und Kursteilnehmern behandelt. (die Varroabekämpfung bei späten Trachten, die totale Brutentnahme, die Wirkungen einer Frühjahrsfütterung, die Wachsmottenbekämpfung sowie die Kunstschwarmbildung und deren Verwendung, Bienenfutter / Zuckerarten, Fermente und Inhibine, usw.)

Eine offene Frage beschäftigte sich mit der Annahme, dass sich Völker deren Brutnest mit dem Schied unter einer bestimmten Größe gehalten wird, nicht zur Geschlechtsreife entwickeln und demzufolge nicht schwärmen werden. Die Antwort darauf sollte im Versuch gefunden werden.

Dr. Ritters Schwerpunkt waren Bienenkrankheiten, neben dem großen Thema Faulbrut waren auch die Tracheen- sowie Varroamilbe und für unsere Schweizer Teilnehmer die Sauerbrut von großem Interesse.
Bei allem Verständnis für die Befindlichkeiten der Imkerschaft versuchte er uns aber immer auch die Sicht seiner Behörde zu vermitteln und mahnte zu Transparenz und Offenheit der Parteien.                                                                 Einen Kontakt den man pflegen sollte!

Zwischen den Theorieblöcken fuhren wir an einem Tag zu Stefan Kumm von der Fa. Cum Natura. Stefan ist mit seiner Firma vor kurzer Zeit in ein neues Gebäude gezogen. Wir hatten somit die Möglichkeit, eine zeitgemäß eingerichtete Imkerei zu besichtigen, jeder konnte daran seinen eigenen Stand ermessen.

 

Herausragend unter den ohnehin ausnahmslos sehr guten Referenten war der Tag mit H. Prof. Kaatz. Er hatte für jeden von uns ein Mikroskop mitgebracht, so dass jeder unter fachkundiger Anleitung eine oder, je nach Fehlversuchen mehrere Bienen präparieren konnte. Es war für die meisten  Teilnehmer die erste Bekanntschaft mit der Anatomie der Bienen, entsprechend intensiv war man bei der Sache.

Abschließend beantwortete Prof. Kaatz die Fragen, die im Vorfeld der Veranstaltung von allen zusammengetragen wurde. 

Der Zusatztermin Königinzucht!

Am ersten Augustwochenende fand ein Zusatztermin zum Thema Königinzucht statt.

Am Sonnabend Vormittag wurden zunächst aktuelle Probleme unter den Kursteilnehmern besprochen, einige Schweizer Kollegen klagten über sehr geringe Honigerträge während in Mitteldeutschland z. T. rekordverdächtige Mengen geschleudert wurden.

Es wurde die Möglichkeit der Vereinigung von schwach ausgewinterten Völkern zu Duo´s oder auch Trio´s diiskutiert, eine Variante, die im nächsten Frühling sicherlich bei vielen ausprobiert wird, um auch mit schwachen Völkern Honig ernten zu können.

Zum Thema Zucht wurden die Grundlagen vom Schulleiter vermittelt.

Am Nachmittag wurden die, während der vorhergehenden Lehreinheit behandelten Völker kontrolliert und u. a. in entsprechend vorbereiteten Völkern Zuchtserien erstellt.

Der Sonntag wurde von Gerhard Moll, dem Leiter der Härtsfelder Imkerschule und seiner Frau in Fleinheim bestritten. Zum Anfang gab es einen weiterführenden Vortrag zur Bienenzucht.
Die meiste Zeit des Tages wurden gemeinsam verschiedene Völker, deren Verhalten, das Brutnest und die Königin untersucht sowie Hinweise für die Selektion und Auslese gegeben. 

Die fünften Lehreinheit!

In der fünften Lehreinheit wurden die Themen Honig, Honiggewinnung und -behandlung, der Wassergehalt und dessen Bestimmung sowie der Umschwung im Bienenvolk nach der Sommersonnenwende, die Varroaentwicklung und die Möglichkeiten der Behandlung mit den jeweiligen Vor- und Nachteilen behandelt. 

Am Freitag Nachmittag wurde in Billingsbach die Fa. Dehner, Bienenwohnungen aus Hohenlohe, besichtigt. Wir  lernten den sehr engagierten Firmengründer Manfred Dehner kennen, der uns mit großer Begeisterung seinen Betrieb vorstellte. Zunächst die Holzbearbeitung incl. der vielfältigen Beutenfertigung und anschließend die Räumlichkeiten und die Betriebsweise seiner Imkerei. Vielen Dank für den Einblick!

Am Sonnabend und Sonntag wurden die Arbeiten an den Bienen auf Außenständen demonstriert, u. a. die Beurteilung der Volksentwicklung und die Raumanpassung während der Einfütterung, die Verwendung von Kunstschwärmen, die Erstellung von Fluglingen, sowie die Arbeiten nach der totalen Brutentnahme und die Behandlung der Brutscheunen. 

Zur vierten Lehreinheit!

Die vierte Lehreinheit fand im Schwarzwald, in Oppenau statt. Am Freitag fand Christoph Koch die Zeit, mit den Teilnehmern des Profilehrganges Waldtrachtbeobachtungen zu machen. Er hat uns in die Grundlagen der Honigtauerzeugung sowie in die Bewertung der zu erwartenden Waldtracht eingewiesen, für uns alle eindrucksvoll und sehr verständlich. Während der Besuche von Kontrollvölkern im Wald wurden uns auch wichtige Hinweise zur Betriebsweise in der Imkerei Koch vermittelt.

Wahrscheinlich hat jeder der Anwesenden nach dieser Lehreinheit die Absicht, sich mit dem Thema Waldtracht intensiver zu beschäftigen.

Christoph, vielen Dank für die Zeit!

Am Sonnabend wurden die Themen: Schwarmkontrolle, Herstellung von hochwertigem Honig, Verbauen von Schwarmzellen während der Zucht im Anbrüter, die Nachreifung zugekaufter Jungköniginnen im Kunstschwarm, der imkerliche Jahresplan, der Entwicklungsumschwung nach der Sommersonnenwende, die Milbenbehandlung, die Wabenerneuerung sowie Bienenfutter und die Einfütterung behandelt.

Ein weiteres Highlight war die Definition des wichtigsten Jahreszieles jedes einzelnen Teilnehmers, die Ziele wurden thematisch zusammengefasst und in Gruppen bearbeitet.

Dabei wurde allen Teilnehmern bewusst, wie wichtig eine betriebswirtschaftliche Betrachtung der jeweiligen Vorhaben ist. Dabei kamen uns die diesbezüglichen Erfahrungen von Jürgen Binder zugute.

Am Sonntag wurden diese Ergebnisse vorgetragen und diskutiert. Danach waren einige nachdenkliche Gesichter zu sehen. Diese Übung zeige jedoch jedem der Teilnehmer, dass er in einem Profilehrgang war, dauerhaft wird nur der Imker bestehen, der seine Unternehmungen durchrechnet.

Während der Lehreinheit zeigte sich wiederum, wie freundschaftlich und offen inzwischen der Umgang miteinander geworden ist, die Scheu der ersten Treffen ist vergessen. Bemerkenswert war auch der Umstand, dass der überwiegende Teil der Teilnehmer in dieser arbeitsreichen Zeit die Möglichkeit gefunden hat, an der Veranstaltung teilzunehmen.

Abschließend wurde das Hohberger Bienenmuseum in Diersburg besucht, eine beeindruckende Sammlung alter badischer Bienengerätschaften.

Zur dritten Lehreinheit!

Die dritte Lehreinheit stand ganz im Zeichen der anstehenden Bienensaison.

Als Tagungsort wurde die Berufsimkerei von Ingo Maas in Schwäbisch Hall gewählt. Damit standen für jeden Teilnehmer ausreichend Bienenvölker zur praktischen Demonstration zur Verfügung. Den Teilnehmern war es somit möglich, ihre Beobachtungen vor Zuhörern zu erläutern und u. U. Hinweise zur Verbesserung zu erhalten.

Ingo Maas sei an dieser Stelle ausdrücklich für die Möglichkeit, an seinen Bienen zu arbeiten, sowie seine Imkerei zu besichtigen, gedankt.

Nachmittags und abends wurden im Tagungsraum unter anderem folgende Themen besprochen: Wandern mit Bienenvölkern , Anhänger und Verladehilfen, das Einlogieren von Kunstschwärmen, das Einlogieren von Bienen und Pflegen in Ablegerkästen, wann und wie Schlechtwetterfütterung, verschiedene Schwarmverhinderungsmöglichkeiten, der richtige Zeitpunkt des Aufsetzens der Honigräume sowie der Gabe des Drohnenrahmens, die Wachsrotation im Brutraum sowie das Thema Zucht.

Im Gegensatz zu allen bisherigen Lehreinheiten wurden die genannten Themen im Kreis der Teilnehmer z. T. kontrovers besprochen und durch den Schulleiter hervorragend moderiert. Jeder hatte die Möglichkeit, während dieser freimütigen Diskussion seine Ansichten zu erläutern und offene Fragen zu stellen. Eine sehr gute Veranstaltung.

Erste Impressionen zur Imkerschule-Armbruster

Ein professionell geführtes Seminar von Jürgen Binder. Wir profitieren von einem kompetenten Trainer, der auf die Wünsche und Anregungen der Teilnehmer eingeht und den Kursinhalt individuell anpasst. Erstklassige, hochkarätige Referenten geben uns ihre umfangreichen Erfahrungen weiter.

Dieses Seminar vermittelt mir praxisnahes Wissen in der Bienenzucht. Im Rahmen dieses Lehrgangs werde ich motiviert dieses Wissen auch richtig und konsequent in meiner Betriebsweise umzusetzen.

Besonders erwähnen möchte ich noch den wertschätzenden Umgang von Jürgen Binder mit uns Kursteilnehmern.

Gedanken zur 2. Lehreinheit

Schön das Thorsten das inhaltliche Spektrum der zweiten Lehreinheit so treffend und präzise umschrieben hat. Einen weiteren nicht unerheblichen Teil der Zeit hat sich der Lehrgang mit Fragen der konkreten Betriebsweise des angepassten Brutraumes im Frühjahr (Auswinterung) befasst. Nach Rückkehr in die heimatlichen Gefilde und am ersten warmen Tag, war die Völkerdurchsicht und Brutraumanpassung eine leichte Sache. Nach diesem einen warmen Tag, kehrte  die launenhafte Kälte des Frühlingswetters zurück, was unseren Völkern aber nicht schaden kann, da diese nun optimal versorgt mit Futter und angepasstem Wärmehaushalt sind.

Besonders angenehm an diesem Lehrgang ist es, dass keine formalen Rezepte vermittelt werden, sondern gezielt darauf geschult wird, gut zu beobachten, klar zu analysieren, kausale Strukturen zu verstehen und dann angemessene eigene Entscheidungen zu treffen. Jede Imkerei arbeitet unter verschiedenen Bedingungen und nur wenn man die Lebensgesetze von Natur und des Biens versteht, kann man seine Völker schützen und optimal führen.

Geschockt bin ich immer noch von den wissenschaftlich belegten Ausführungen von Professor Menzel und seinen Studien zu den katastrophalen Folgen der Anwendung von Neonics auf Bienen. Besonders schlimm erscheinen diese Dinge, wenn man hinzunimmt, dass die Landwirte beim Pflanzenschutz hier alternativenlos allein gelassen werden und über die Gefährlichkeit der angewendeten Produkte belogen werden. Christoph Kochs Bemerkung, dass die Varroatose eine Tarnglocke über dem eigentlichen Problem Pflanzenschutz und Bienen ist, erhält hier ein wissenschaftlich belegtes Fundament.

Wie oft hat jeder vor einigen Jahren im Sommer auf einer längeren Autofahrt an der Tankstelle seine Frontscheibe und den Kühlerschutz von Insekten reinigen müssen, wie oft ist dies heute noch nötig??? Genug Stoff um nachzudenken!

Resümee zur Zweite Lehreinheit

In der zweiten Lehreinheit wurde wiederum ein weiter Bogen von den theoretischen Grundlagen über erfolgreiche Vermarktung zu Überlegungen für eine wesensgemäße Imkerei gespannt.

Zunächst referierte Prof. Randolf Menzel von der Freien Universität Berlin zwei Tage über Erkenntnisse zur Intelligenz der Bienen, zur Navigation und Kommunikation, zum Sehen und Riechen sowie zur Wirkung elektromechanischer Felder und Umweltgiften auf die Bienen.
Im Anschluss führte uns Michael Grolm von der Schlossimkerei Tonndorf in seine Imkerei und sein Marketingkonzept ein. In sehr offener Atmosphäre wurden verschiedene Möglichkeiten besprochen, Empfehlungen gegeben und Marktprognosen erstellt.
In den letzten zwei Tagen trug Michael Weiler vom Demeter e.V. einige Gedanken zur Möglichkeit einer biologisch-dynamischen Bienenhaltung vor. U.a. machte er interessante Ausführungen zum Schwarmprozess und zum Propolis.

Nachdem in der ersten Lehreinheit die Betriebsweisen und jede Menge praktische Informationen von Christoph Koch vom DBIB sowie von Johann van den Bongard vermittelt wurden, standen in der zweiten Einheit theoretische Erkenntnisse bzw. Anregungen im Vordergrund.

Ich bin gespannt auf die kommenden Veranstaltungen. Bis jetzt wird die Armbruster Imkerschule ihrem Profianspruch in jedem Fall gerecht. Es kommt nun auch auf die Teilnehmer an, sich vertieft mit dem Fachwissen der Imkerei und dem gehörten Stoff zu beschäftigen um die einzigartigen Möglichkeiten dieses Lehrganges maximal zu nutzen.

Anmerkung zur Professor Ludwig Armbruster Imkerschule

 

Wer bis dato im  deutschsprachigen Raum nach einer fundierten Ausbildung in professioneller Bienenhaltung abseits der Betriebsweisen der  Hobbyimkerei, diversen  Schulungen der Vereine und Verbände  suchte, konnte kein vernünftiges Angebot eines allumfassenden Lehrganges finden.

Noch schwieriger war  es, wenn man sich nach einer  artgerechten Betriebsweise der  Bienenhaltung mit nur einem Brutraum wie das Dadantsystem, sich zu interessieren begann.

Auf diesem Gebiet ist außer den Büchern  von Bruder Adam nur wenig Literatur vorhanden.

Mit der Gründung der Professor Ludwig Armbruster Schule wird  derzeit eine einzigartige Wissensvermittlung  und ein allumfassender Profi - Lehrgang angeboten.

Nach den ersten beiden Kursabschnitten bin ich über die fachlichen und praxisbezogenen Vorträge der Referenten sehr angetan.

Die Kosten eines solchen sich über zwei Jahre erstreckenden  Ausbildung sind zwar kein Pappenstiel, jedoch ist das erworbene Wissen  mit Geld nicht aufzuwiegen.

Diese Aussage kann ich bereits jetzt, nach den ersten beiden Lehrgängen treffen.

Ich bin daher sehr froh und dankbar,  dass ich durch glückliche Umstände auf die Veranstaltungen und Schulungen von Herrn Binder aufmerksam wurde.

Ich kann jeden raten, der offen für neue Betriebsweisen ist und einen Austausch mit Imkern aus dem deutschsprachigen Raum wünscht und sucht,  an den Veranstaltungen und Fachexkursionen  von Herrn Binder und der Professor Ludwig Armbruster Schule teilzunehmen.

erster Profilehrgang

Seit mehr als 20 Jahren betreiben wir nun eine mit der Zeit immer größer und komplexer gewordenen Imkerei. Schon lange konnten Fragen zur Verbesserung der Betriebsweise im örtlichen Imkerverein nicht mehr beantwortet werden. Mit dem Beitritt zum Deutschen Berufs- und Erwerbsimkerbund und einem Vortrag von Hans Beer zur Betriebsweise im angepassten Brutraum wurde der Weg eingeschlagen, der mit einem Lehrgang bei Imkermeister Jürgen Binder in Weimar fortgesetzt wurde und derzeit mit der Teilnahme am ersten Profilehrgang der Ludwig-Armbruster-Imkerschule weitergeführt wird.

Wenn auch die Anreise von Dresden recht weit ist, birgt doch die Bekanntschaft von gleichgesinnten Imkern aus der Schweiz, Österreich, Deutschland und Lichtenstein sowie der auserlesenen Vortragenden einzigartige Möglichkeiten des Wissensaustausches.

Ich bin froh, mich für diesen Kurs entschieden zu haben und erwarte weiterhin eine Fortsetzung der anspruchsvollen Ausbildungseinheiten.

Erste Eindrücke vom Profilehrgang

Die Entscheidung an diesem Lehrgang teilzunehmen viel uns schwer. Es sind erhebliche ökonomische Anstrengungen und eine weite Anreise (von Rügen rund 1000 km) zu bewältigen. Der Wunsch mit den Bienen zu leben und sein täglich Brot mit ihnen zu verdienen, gaben den letzten Entscheidungsanstoß an Herrn Binders Lehrgang teilzunehmen.  Nach der ersten Lehreinheit hat sich bereits gezeigt, dass wir die einzig richtige Entscheidung getroffen haben. Wir haben es in den letzten 13 Jahren unseres Imkerdaseins noch nie erlebt, dass  so offen und ohne Tabus über die Probleme in der Bienenhaltung gesprochen wurde. Die Dozenten sind absolut hochkarätig und referieren keine Kathederweisheiten, sondern teilen ihr Praxiswissen mit, ohne dabei die Dinge schöner zu färben als sie sind. In diesen ersten 5 Tagen haben wir  soviel Dinge gelernt, soviele Fragen der letzten Jahre beantwortet bekommen, dass wir noch einige Zeit benötigen werden, um alles zu verdauen.

Wir freuen uns schon auf die nächste Lehreinheit.

M. & M. Baumgarten

Blog des 1. Profilehrgangs ist eröffnet

1. Profilehrgang "Von der Hobbyimkerei zur Berufsimkerei" am 4. Februar 2015 in Friedrichshafen eröffnet

Zur öffentlichen Festveranstaltung "Unser Imkern neu überdenken: Die Bienengesundheit verbessern durch erfolgreiches Arbeiten im Angepassten Brutraum" kamen am Mittwoch Abend etwa 150 Imkerinnen und Imker aus Deutschland, Österreich und der Schweiz, um gemeinsam mit den Teilnehmern des Schulungskurses aktuelle Fragen der Imkerei zu erörtern.

Der Film "Warum sterben die Bienen" von Christoph Würzburger wurde von Imkermeister Christoph Koch, einem der Protagonisten im Film, kritisch kommentiert und im gemeinsamen Gespräch mit Würzburger erläutert. Dabei wurde einmal mehr deutlich, daß die Neonicotinoide und andere Insektizide komplexe Auswirkungen auf den Immunhaushalt der Bienen haben können. Auch die immer verschärfter werdende Varroaproblematik muß im Kontext zunehmender toxischer Einflüsse auf die Bienen und den Pollen neu bewertet werden.

Jürgen Binder führte im zweiten Teil des Abends aus, wie der tatsächliche Platzbedarf im Brutraum ermittelt wird und wie ein gesundes Brutnest aussieht. Der Imkermeister und Schulleiter der Prof. Ludwig Armbruster Imkerschule bezeichnete die meisten Bienenvölker im deutschsprachigen Raum als, bildlich gesprochen "erkältet":"Die meisten Bienenvölker haben Lungenentzündung, und den Schulungskasten, wie er in vielen Anfängerschulungen verwendet wird, ziehe ich als Beispiel dafür heran, wie ein Bienenvolk im Brutnest NICHT aussehen darf".

 

Hier gehts zur Imkerei

 

Armbruster Imkerschule | Lise-Meitner-Straße 4 | 74523 Schwäbisch Hall | sekretariat@armbruster-imkerschule.de | +49 (170) 1 85 74 24